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27. Juli 2023

Madonna am Friedhof von Franz Scholz


Aquarell mit Tusche von Franz Scholz aus dem Jahr 1962. Das Bild zeigt den Seiteneingang am Friedhof neben dem Kirchturm. Auf dem Friedhof waren zu dieser Zeit weitestgehend Holzkreuze statt Gedenksteinen aufgestellt. In der Pforte ist eine Holztüre zu sehen, die es heute nicht mehr gibt.

Das Bild war ein Geschenk an Pfarrer Paul Künzig zum silbernen Priesterjubiläum.

 


 

30. Juni 2020

Postkarte Külsheim, Gasthof Engel, 1908




Diese Postkarte zeigt zwei interessante Motive. Zum einen im Inlay den Gasthof Engel neben der Katharinenkapelle gelegen, auf dem Platz des heutigen überdachten Biergartens/Parkplatzes gegenüber dem Gasthof Rose. Dieser Gasthof von Hugo Blank beim Dreischalenbrunnen wurde in den 1970-er Jahren abgerissen

Interessant auch die Details bei der Darstellung des Schlosses. Das zweite Fenster von rechts in der unteren Reihe an der Seite des Schlosses scheint eher eine Gedenkplatte als ein Fenster zu sein. Der Zugang zum Turm ist noch von außen auf Höhe des Daches. Heute befindet sich dieser Eingang im Speicher des heutigen, viel größeren Daches.

Die Karte wurde erstellt und vertrieben von der Kunstanstalt Kalophot aus München 23 mit der Nummer 37/508.  Die Karte ist 1908 gelaufen.

15. Mai 2020

Postkarte Külsheim, Gasthof Mohren, ca. 1900


Die Postkarte von ca. 1900 wurde von der Kunstanstalt H. Volk aus Heilbronn erstellt.

Zu sehen sind in Detailansichten der Gasthof Mohren in der Hauptstraße, neben der heutigen Metzgerei Eisenhauer. Das Rathaus hat noch den seitlichen Eingang, wo heute die Gedenkplatte der Krieger von 1870/71 angebracht ist. Daneben in einem Detailfenster ein junges Paar, das über den Schlossplatz vor der Zehntscheuer flaniert.

14. Mai 2020

Postkarte Gruss aus Külsheim, 1897

Eine Postkarte aus Külsheim von 1897. Früher wurde der Texte auf der Vorderseite der Karten aufgeschrieben, hier also im rechten leeren Feld. Der Text wurde nachträglich digital entfernt, auch der Absender auf dem linken oberen Kartenrand.

Auf der Karte sind der Gasthof zum Mohren, die Apotheke und schräg gegenüber die Post eingezeichnet. Daneben ist auf der Totalansicht gut der alte Kirchturm zu erkennen, der noch nicht die neugotischen kleinen Turmspitzen an den Ecken des eigentlichen Turms hat.

Die chromolithographische Postkarte wurde von H. Volk aus Heilbronn erstellt. Möglicherweise wurde sie durch den Verlag Verlag C. Brenner-Schilling verlegt, der zu dieser Zeit ähnliche Lithographien von H. Volk veröffentlicht hat.

16. Oktober 2010

Ansicht des Schlossplatz Külsheim von Christa Abt Gysling

Diese Ansicht wurde von Christa Abt Gysling erstellt. Abt wurde 1940 in Bruchsal geboren. Sie lernte Buchhändlerin und zog später nach Zürich, wo sie als freischaffende Künstlerin arbeitet. Es folgten mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen unter dem Namen Christa Gysling. Später arbeitete sie während zehn Jahren als Grafikerin im Auftrag deutscher Städte und Gemeinden. Es entstanden hauptsächlich Städteansichten, wie die vorliegende des Külsheimer Schlosses mit dem Schlossplatz. Von dieser Ansicht wurden 100 Exemplare gedruckt.

9. Oktober 2010

Tonrelief St.Martin (Patronale)


In vielen fränkischen Haushalten, so auch in Külsheim, hängen Bilder oder Reliefs von Heiligen, oft von denen des örtlichen Patroziniums. Im Fall von Külsheim ist das der St.Martin. Das abgebildete Tonrelief zeigt St.Martin beim Teilen seines Mantels mit dem Schwert hoch zu Ross. Der Bettler hält seine Hälfte des Mantels fest. Im Hintergrund ist die Külsheimer Kirche St.Martin zu sehen.

Die Ansicht zeigt die alte Kirche vor dem Umbau in 1953. In den 1920-er Jahren wurden die vier kleinen Türmchen angebaut, das Relief ist also zwischen 1920 und 1950 entstanden.

Die Masse des Reliefs sind 15 x 25 cm, es ist aus Ton gefertigt mit einen aufgestempelten Nummer auf der Rückseite.

29. Juli 2010

Aussicht von der Apotheke

Das Ölgemälde von Franz Scholz aus dem Jahre 1963 zeigt eine Szene am sogenannten Postkeller-Haus, gegenüber der Apotheke.
Die Ecke des Hauses aus Rotsandstein-Quadern nimmt massiv die Hälfte der Ansicht in Beschlag. Filigran stellt sich daneben die Marienstatue dar, die frei an der Straßenecke steht. Im Hintergrund sind erhöht Schloss und die Kirche zu sehen. An der Ecke des Hauses ist das Bushalte-Schild der Firma Seitz angebracht. Eine Frau mit Schürze und Kopftuch hat ihren Korb abgestellt und fasst ein kleines Mädchen an beiden Händen, sie warten wohl auf den Bus.

In Laufe der Jahre hat sich die Szene geändert und dem Verkehr angepasst. Der Bildstock von 1732 wurde versetzt und steht nun an der Hauswand. Die Straße wurde erhöht. Die Bushaltestelle befindet sich jetzt auf der gegenüberliegenden Straßenseite, neben der Apotheke.

8. November 2009

Riemenschneider Engel aus Külsheim in London


Um das Jahr 1890 kamen auf ungeklärte Weise zwei Engel von der Pfarrkirche Külsheim in die Kapelle nach Wolferstetten. Diese Engel waren von Tilmann Riemenschneider aus Würzburg gefertigt. 1912 wurden die Engel verkauft und befinden sich heute im Victoria and Albert Museum (V&A) in London.

Die folgenden Texte und Bilder stammen von der Internet Site des V&A Museums.



Linker Engel



Linker Engel (Quelle), im V&A als A. 16-1912 bezeichnet.

Physical description

The left angel (A.16-1912) rests on his left knee with his head turned slightly upwards. He holds the foot of a candlestick with his right hand while the stem is held in his left. He wears a beaded headband, an amice, and an alb under the dalmatic, the latter with fringed borders. A.16-1912 is made from three blocks of wood joined together, fixed with iron nails. A vertical joint runs from the bottom of the centre of the figure up to the elbow and horizontally to the left edge forming one block (h. 31.5; w [bottom] 20cm; w. [top] 7cm). On top of this a triangular shaped block has been inserted (h.7.5cm w.6cm). The rest of the figure is carved from a third block (h. 64cm; w. 20.5cm). A circular hole on top of the head, and the slots for the wings have been filled, the left slot with plaster. In the bottom are six holes, one of which is of an irregular shape (diam. 9cm). The top of the candlestick and some locks of hair are missing. A hole for a dowel is drilled into the stem of the candlestick. Some irregular cracks on the edge of the back and the front have been filled with plaster. The big toe of the protruding right foot is a plaster replacement.

Place of Origin

Würzburg

Date

ca. 1505 (made)

Artist/maker

Riemenschneider, Tilman

Materials and Techniques

Carved limewood, with traces of polychromy

Dimensions

Height: 64 cm
Width: 40.5 cm
Depth: 21 cm
Weight: 6.22 kg

Measured for the Medieval and Renaissance Galleries

Object history note

On acquisition (Review 1912, p. 5) the high quality of the carving of the angels was said to be "considerably obscured by a disfiguring coat of modern paint, and by the addition of the clumsily carved wings (see fig. *). The paint was carefully removed, a process which took several months, and the figures are now in their original state." Some traces of an earlier but apparently not original coating (silver over a vermilion ground) were revealed in the deeper folds, and the pupil and iris of the eye are indicated with a black stain, probably painted on by the sculptor himself. Weber (1888, p. 55) noted that the figures were "richly polychromed" ("reich polychromiert") and later remarked that they were "richly gilded ("reich vergoldet") (Weber 1911, p.232). While most of the paint was certainly of nineteenth-century origin, it probably comprised several layers of polychromy from different periods. The statement in the Review (1912, p. 5) that the "figures are now in their original state" almost certainly reflected the opinion, commonly held among scholars of the time, that most of Riemenschneider's sculptures were unpainted, although glazed and with certain details indicated (see cat.no.19). A recent examination of the traces of polychromy which remain on the alb, the fringe and the braid above the fringe of the dalmatics of both figures and the hair of A.16-1912 revealed some new facts about the polychromy: the albs were originally silvered, the fringes of the dalmatic blue, the braid above the fringes gilded, and the hair a light golden brown. The overpaint of these areas tended to imitate the original colours. The first layer on the alb red; the second and third repaintings were silver. The fringe was overpainted blue on the first, and then silvered with a green glaze the second and third time (report by Josephine Darrah of 2 June 1997; Departmental records).
The exact provenance of the angels is uncertain. According to Weber (1888, pp.54-55) they originally belonged to the parish church in Külsheim and were removed in 1771 to Wolferstetten and kept (although not owned) by the gilder Gustav Seitz in Külsheim. Oechelhäuser (1898, p.179) stated that they were the property of the gilder Seitz in Külsheim and that they were subsequently sold to the collector Carl Streit in Kissingen. However, Carl Streit's entire collection was acquired by the Bayerisches Nationalmuseum in Munich in 1890 and the angels were clearly not included. According to Weber (1911, p. 232) the figures were transferred to Wolferstetten from Tauberbischofsheim in 1771, where plaster casts remained. These plaster casts later formed part of the Neo-Gothic high altar which was created by the Seitz brothers in 1846 (Oechelhauser 1898, p. 176, pl. XIV and fig. 53), replacing a baroque altarpiece. The mayor of Wolferstetten declared in 1912 that the pair was bought in Würzburg at the time the chapel in Wolfferstetten was erected in 1764, whereas the verger of St. Martin in Tauberbischofsheim reported in 1912 that he suspected that the figures had been stolen from that church in about 1840 (Museum records).

Attribution Note

Probably from the parish church in Külsheim in Baden.


Rechter Engel




Rechter Engel (Quelle),  im V&A als A. 17-1912 bezeichnet.

Physical description

The right angel (A.17-1912) rests on his right knee and is shown looking downwards. He holds the foot of the candlestick with his left hand while the stem is held in his right. He wears a beaded headband decorated with integrally carved pearls, an amice, and an alb under a dalmatic
A. 17-1912 is also made of three blocks of wood analogous to A. 16-1912 but joined together without nails (first block: h. 29cm w. [bottom] 19.6cm; w. [top] 5cm; second block: h.8.5cm; w. 6cm; third block: h. 63cm; w.16.5cm). On top of the head is a hole filled with a dowel and an empty one: the dowel has been sawn off and then carved to imitate curls while the unfilled hole may have held a halo. Both slots for the wings have been filled with plaster. In the bottom arare four holes, two small ones, and two slightly larger circular holes: (One diam. 2.5cm; depth 11cm; another diam. 7cm; 3cm depth). The top of the candlestick is missing, and a hole is drilled into the stem. There are some surface-cracks, and a burn-mark on the locks framing the right side of the angel's face, probably caused by lighted candle. [statue]


Dimensions

Height: 63 cm
Width: 36.1 cm
Depth: 20 cm
Weight: 6.16 kg

Measured for the Medieval and Renaissance Galleries

Alle anderen Angaben entsprechen denen oben beim linken Engel.

7. November 2009

Blick auf Schloss und Kirche, 1936



1936 hat der Malermeister Otto Spengler eine Ansicht des Külsheimer Schlosses und der Kirche St.Martin mit Ölfarbe auf Leinwand geschaffen. Am Schlosshang (Paradeis) ist Wäsche zum Bleichen ausgelegt. Im Vordergrund ist die Bronnbacher Strasse zu sehen, die erst Mitte des 19.ten Jahrhundert bis nach Bronnbach angelegt wurde. Unterhalb der Strasse ist die gewaltige Schüssler/Pahl Mühle (Obere Mühle) aus dem Jahre 1787. Rechts im Bild ist das Türmchen der Katharinenkapelle zu sehen.

Das Langhaus der Kirche hat noch nicht die heutige Grösse. In den 1950-er Jahren wurde das Langhaus abgerissen und erweitert, um die wegen der vielen Kriegsvertriebene und -flüchtlinge stark gewachsene Pfarrgemeinde aufnehmen zu können.

An der Stelle der heutige Festhalle ist noch die Zehntscheuer zu erkennen.



Dieses Foto aus dem Jahre 1924  von Robert Traub ist aus derselben Position aufgenommen.