Gasthaus "Zum Engel"


Das Gasthaus "Zum Engel" ist nicht mit dem späteren Gasthaus Engel hinter der Kapelle identisch. Es stand an der Hauptstraße und war die spätere Bäckerei Walter Seubert.
1671 ist Georg Wolfgang Freirich "hospes sub signo angelo" genannt. Balthasar Düll, sein Sohn Balthasar und sein Enkel waren danach Engelwirt. Die Tochter des Enkels Jacob heiratet 1815 Johann Wenz von Paimar. Dessen Sohn Wilhelm Wenz baute anscheinend das Haus noch um, denn über der Tür steht: Wilhelm Wenz 1847. Keine 2 Jahre später ist schon Paul Freitag von Unterbalbach der Engelwirt, denn Wenz war nach Amerika ausgewandert.
Paul Freitag mußte 1868 das Haus versteigern lassen und ging ebenfalls nach Amerika:

Versteigerung am Montag 4.5.1868

1 zweistöckiges Wohnhaus in der Hauptstraße Külsheim mit Keller, Scheuer und Stall für 2.500 fl. Acker und Wiese, Weinberg alles 3.128 fl.

Paul Freitag, Landwirth

Zu der Zeit war in Külsheim ein Arzt zugereist der eine große Familie hatte und ein entsprechendes Haus suchte. Dieser Doktor Ferdinand Lumpp kaufte das Haus. Die "Frau Doktor" betrieb noch einige Zeit die Gastwirtschaft, dann wurde die Schildgerechtigkeit mit dem schönen Auslegerschild nach Steinbach verkauft und ziert seit 1877 das dortige Gasthaus "Zum Engel". Somit war dieses Gasthaus Engel in Külsheim erloschen.

Es gab dann einen zweiten "Engel". Hinter der Kapelle wohnte Cornelius Düll. Er war Straußwirt und Metzger. Seine Tochter Genovefa heiratete Karl Josef Blank von Wolferstetten. Zusammen führten sie das Gasthaus Engel, das dann der Sohn Hugo Blank weiterführte.
Nach dem Krieg hatte Ferdinand Zeh noch einige Jahre die Wirtschaft. Dann musste sie der Platzgestaltung und dem ruhenden Verkehr weichen. Heute befindet sich dort die rechte Hälfte der Külsheimer "Markthalle".

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