Die weiße Wurst


Die Nikolausmütze muss dabei sein.

Schon zum sechsten mal begann der Advent für die radsportbegeisterten Külsheimer mit dem sehr gut organisierten Weißwurstrennen des RSV 1896 'Vorwärts' eV. Ein Cross Country Radrennen im kleinen Kreis, weit nach Saisonende. Für die meisten zum Spaß, aber es wird sich nichts geschenkt. Ein CC-Rennen zeichnet sich dadurch aus, daß eine relativ kurze Runde mehrfach durchfahren wird. Der Athlet fährt dabei ob der Kürze des Rennens ständig am Anschlag, was bei der Novemberkälte die Lunge frohlocken läßt. Für Erholung ist erst im Ziel wieder Zeit. Dann aber gerne bei Weißwurst und -bier.

Traditionell führt die Strecke vom Start an der Festhalle über die Schulwiese, auf verschiedenen Wegen durchs Lehnfeld zur Grotte und durch das Kellers-Hölzle zur Viehwaad. Von dort bergauf, an der Ölmühle links zum Eselsweg, dann scharf rechts und vor'm Schöfer links hoch und durch's Paradeis zum Schloß. Die Schlüsselstelle ist der kurze Stich unterhalb des Spielplatzes hoch zur Festhalle. Seit 2008 stürzen sich die mutigen Fahrer und Fahrerinnen (teils im wahrsten Sinne) den Schloßgraben hinab um sich anschließend durch den Boxhagel über den Kirchbergweg wieder zur Festhalle in das Ziel (nach diversen Runden) zu schrauben.

Entlang der Strecke ist um Start und Ziel mit heftiger Unterstützung der Fans und Familienmitglieder zu rechnen. Nicht ganz wie bei der Tour de France, aber dafür muß man eben auch nicht bis Frankreich fahren.

Der Külsheimer Lehm ist für die Radtechnik eine echte Herausforderung, besonders wenn er nicht gefroren ist. Krachende Schaltungen und fluchende Fahrer sind häufig das Ergebnis. Am Radwaschplatz wird kiloweise Muttererde von den Rädern gewaschen, noch bevor der eigene Körper gereinigt wird, denn der Külsheimer Lehm klebt wie Pattex in den Ritze(l)n, wenn er erst einmal angetrocknet ist. Eine ausführliche Diskussion der Teilnehmer findet sich hier.

Abgerundet wird das Ganze durch das gesellige Beisammensein und die Stärkung bei Weißwurst und 'Hefe' mit gleichzeitiger Siegerehrung. Es sind durchaus Külsheimer auf dem Stockerl zu sehen (vor allem bei den Frauen), doch die mitunter fast professionelle Konkurrenz aus den Nachbarlandkreisen ist sehr stark. Schön zu sehen, daß sich die Külsheimer die Nachwuchsfahrer/innen davon nicht beeindrucken lassen!



Ines und Eva, stolze Siegerinnen der U16 Wertung

Ein schönes Rennen für das die Anreise immer lohnt. Danke an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Es hat wieder Spaß gemacht.

Tom Spengler

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen