Schweineställe


Noch vor wenigen Jahrzehnten waren viele Külsheimer Teilzeitbauern im Nebenerwerb. Die meisten Häuser im Altstadtbereich hatten dazu eine kleine Landwirtschaft angegliedert. Besonders interessant sind dabei die früher allgegenwärtigen Schweineställe. Während die Kühe meist im Stall innerhalb der Scheune standen, hatten die Schweine einen eigenen, kleinen Stall.
Die Schweine standen dabei isoliert von einander in ihrem Stall und wuchsen dort bis zur Schlachtreife heran. Durch kleine Türchen wurden sie gefüttert.

In Bild oben ist ein Schweinestall zu sehen, der direkt an das Wohnhaus angebaut wurde und an der Straße liegt (an der Leopoldstrasse oder umgangssprachlich auch Saugasse genannt). Der Stall ist zweigeteilt für zwei große Schweine. Er ist aus Sandsteinblöcken und Sandsteinplatten gebaut und somit sehr lange haltbar. Lediglich die Türchen sind aus Holz.


Der zweite abgebildete Stall ist in der Zufahrt einer Scheune gebaut. Die Wände sind aus Lehm gefertigt. Die Bauart ist ähnlich, auch hier hat jedes Schwein eine eigene Kammer mit Tür und einem kleinen Futterzugang.

Obwohl diese Ställe für die Tiere nicht abwechslungsreich und tierfreundlich gestaltet waren, lebten die Tiere wenigstens nicht im Stress eines Großbetriebs mit tausenden Tieren in der Stallung.

Hier noch ein altes Bild des obigen Schweinestalls in der Saugasse mit der stolzen Bäurin und ihrem Kuhgespann.


Kommentare:

  1. Gefängnis bleibt jedoch gefängnis. Zum Glück kann man isch das heutzutage kaum vostellen, Tiere so zu "hlaten". Es war eben nur eine Sache zum Zweck - wobei es heute noch zu oft genauso ist.

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  2. die meisten schweine leben heute unter viel schlimmeren bedingungen und mit viel mehr stress.

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